Städtereise mit Kindern

Wien schmeckt

Reisen tun wir natürlich auch mit dem Magen. Wir lieben Backstuben, Cafés, Straßenimbisse und Restaurants. Darin unterscheiden sich die Kinder nicht von uns Großen – nur die Verweildauer ist ziemlich unterschiedlich. Wir gehen daher am liebsten in Gaststätten, die so gelegen sind, dass die Kinder nach dem Essen gefahrlos draußen umhertigern können.

Lebensmittelgeschäfte dagegen sind wie kleine Schatzkisten – wir suchen immer nach Leckereien, die wir von zuhause nicht kennen.

Zum Beispiel Marillenmarmelade …

Nach vier Mal frühstücken ist unser Glas Marillenmarmelade leer. Wir kaufen gleich noch eins für zu Hause. Was vermutlich alle wissen, musste ich mir erstmal ergoogeln: Marille ist der österreichische und süddeutsche Ausdruck für Aprikosen. Marille klingt aber leckerer als Aprikose, finde ich.

Keks auf alpenländisch: Manner

Okay, Klischee. Schmeckt aber trotzdem und hilft uns aus kleinen Zwischentiefs beim Stadterkunden. Die Kinder stehen auf Manner Zitrone, mein Favorit ist der Klassiker: die Neapolitaner Schnitten. Was außerdem stimmt: Manner gibt es auch in deutschen Supermärkten – allerdings nicht in so vielen Varianten – und eher nicht im eigenen Shop.

Schwarzer Tee: die Diplomatenmischung

Ein Besuch im Teehaus Schönbichler ist wunderbar für Augen, Nase und Gaumen. Dieses Geschäft wirkt ein wenig wie ein Museum mit seinen originalgetreu renovierten Räumen, den alten Waagen und seinen wandhohen, edlen Holzregalen. Hier benehmen wir uns gleich ein bisschen vornehmer… Aus großen, grünen, roten und schwarzen Teedosen strömen feine Aromen in die Luft. Wir erstehen die Diplomatenmischung – das hat schon die Großmama bei jedem Wienbesuch so gehalten. Im Begleittext zur Teemischung heißt es: „Eine von Kennern geschätzte kräftige Ceylon-Mischung mit intensivem Bergamotte und einem Hauch Mandarinenaroma.“ Wir finden sie einfach: lecker.

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