Sommer im Norden

Ferienhaus in Dänemark

Ein Haus, ein Strand, ein Bollerofen. Was braucht es mehr, um vom Alltag abzuschalten?
Zwei Wochen lang beziehen wir ein Ferienhaus im dänischen Juelsminde und Großmutter und Hund sind auch dabei. 

Viele Sommer meiner Kindheit habe ich in Dänemark verbracht. Das sind Erinnerungen an helle Nächte, lange Sandstrände, quietschrote Würstchen und Trinkjoghurt aus Ein-Liter-Tüten.

Schon die Fahrt gen Norden gehört traditionell zum Reisegenuss dazu. Das Auto steckt bis zum Dach voller Koffer und Taschen, mit sechs Menschen und einem mittelgroßen Hund ist es ziemlich eng, aber wir fahren durch die Sonne, frühstücken an einer Raststätte, hören Drei-Fragezeichen-Krimis und kommen ohne Stau an Hamburg vorbei. Hinter Flensburg geht es über die Grenze – und anders als früher spürt man die Grenze wieder mit streng schauenden Grenzpolizisten und im einspurigem Zotteltempo. Dann aber sind wir da – endlich mal wieder in Dänemark!

Eng, aber gemütlich

Unser Ziel ist dieses Mal Juelsminde an der Ostsee, ein Städtchen mit 4.000 Einwohnern, kleinem Hafen, verschlafenem Zentrum und sehr vielen Ferienhäusern. Eines davon haben wir gebucht, es duftet nach Holz, hat drei winzige Schlafzimmer und einen großen Wohn- und Essraum. Das wichtigste aber: eine schöne Terrasse zum Draußen-Frühstücken und der Bollerofen. 

Belohnung am Reiseabend:
das Meeresrauschen 

Der erste Blick aufs Meer ist immer etwas ganz Besonderes – angekommen nach der langen Fahrt, Salzluft, große Weite, kreischende Möwen, Wind auf der Haut, Sand unter den Füßen. Die wichtigste Frage der Kinder: Wie ist die Wassertemperatur? Der Fußtest ergibt verschiedene Ergebnisse. Mein Fuß meint, das Meer ist kalt wie ein Gebirgssee, die Kinderfüße finden, es hat genau die richtige Badetemperatur. 

Ferienhaus-Alltag

Zum Frühstück gibt es bei unseren Dänemark-Touren seit ich denken kann dänische Rundstykker: Sesam- und Mohnbrötchen in allen Varianten – auch aus Blätterteig – sowie leckeren Puddingkuchen. Dazu unbedingt dänisches Trinkjoghurt mit Erdbeergeschmack (Jordbaer Yoghurt). Am besten schmeckt es selbstverständlich unter freiem Himmel. 

Chillen

Handys weg, Bücher raus, Karten auf den Tisch – im dänischen Ferienhaus schalten wir auf Slow Motion. Es dauert eine Weile, bis wir uns in der langsameren Gangart einrichten, aber dann fangen wir an, Doppelkopf zu spielen, zu kochen, Boccia zu spielen – oder wir legen uns in ein Erdloch. Sehr erholsam.

… und entdecken

Aber nur bedingt durchzuhalten, dann muss wieder ein wenig Abwechslung her. Wir wagen uns ins eisige Meer und unternehmen lange Strandspaziergänge, auf denen wir schöne Steine und ungewöhnliches Strandgut suchen.

Im Hafen von Juelsminde erwartet uns ulkiges Spektakel: Drei Pfahlsitzer hocken während des dreitägigen Hafenfestes Tag und Nacht auf einem Baumstamm im Meer. Pausenlos, auch nachts, obwohl es da am Wasser richtig kalt ist. Schrääääg…

Ein paar Meter weg vom Hafen gibt es die nächste Attraktion, da schwebt ein Mensch auf einer Wasserfontäne an uns vorbei (auf einem Flyboard). Ziemlich spektakulär!

Nordische Nächte

Was uns an Dänemark auch jedes Mal wieder begeistert: Die Tage sind hier oben herrlich lang. Bis spät nach elf Uhr abends können wir ohne Lampen lesen, wir problemlos am Stand entlang marschierten oder im Garten eine Runde Boule spielen. Ferienhaus in Dänemark – erholsam, abwechslungsreich, wunderbar!

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